Mittlerweile steht fest: Ab 2021 ändert sich die Regierung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump räumt den Platz als Präsident für dem Demokraten Joe Biden. Mit ihm gemeinsam wird Kamala Harris als Vizepräsidentin zukünftig das Land regieren. Die Bedeutung des kommenden Amtseintritts von Kamala Harris ist groß. Sie ist die erste Afro- und asiatische Amerikanerin und gleichzeitig die erste Frau, die das Amt als Vizepräsidentin antreten wird. Doch wer ist die Frau eigentlich und welchen Einfluss hat der Amtseintritt für das Frauenbild?

Das ist Kamala Harris

Kamala Harris wurde im Jahre 1964 in Oakland geboren und ist Juristin und Politikerin von Beruf.  Sie selbst gehört der demokratischen Partei an und ist bereits seit 2017 im kalifornischen Senat tätig und wurde am 03. Januar 2017 zur Senatorin im Bundestaat Kalifornien gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war sie die zweite Afroamerikanerin, jedoch die erste Person, die indische Wurzeln hat, im Senat.

Bereits unter der Präsidentschaft von Barack Obama wurde Kamala Harris als US-Justizministerin gehandelt. Dieser entschied sich jedoch gegen Kamala und für Loretta Lynch. Heute unter der folgenden Präsidentschaft von Joe Biden stehen die Sterne aber gut für sie. So wurde Sie bereits von Joe Biden als Vizepräsidentin ernannt. Dies muss nun nur noch am 14.12.2020 durch das Electoral College bestätigt werden.

Erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika

Heute steht bereits fest, dass Kamala Harris eine besondere Position innehaben wird und auf sie höchstwahrscheinlich mehr Augen blicken werden als auf vorangegangene Vizepräsidenten. Sie ist die erste Frau und die erste Person mit Afroamerikanischen- und asiatischen Wurzeln. Ihre bereits revolutionären Worte haben schon heute alle im Ohr: „Ich mag die erste Frau in diesem Amt sein, aber ich bin nicht die letzte – denn jedes kleine Mädchen das heute Abend zuschaut, sieht, dass das ein Land der Möglichkeiten ist“.

Als Frau wird sich Kamala mit Sicherheit mehr beweisen müssen. Es bietet aber gleichwohl Chancen mit Rollenklischees aufzuräumen und zu beweisen, dass auch Frauen imstande sind ein Land zu führen. Dies kann bereits seit Jahren an verschiedenen starken Frauen, wie beispielsweise Angela Merkel beobachtet werden.

Aufräumen mit Rollenklischees

Rollenklischees und Vorurteile sind stark in den Köpfen verankert und mit diesen kann auch von heute auf morgen nicht aufgeräumt werden. Frauen stehen hinterm Herd und Männer verdienen das Geld und gehen nach der Arbeit an El Toreo Spielautomaten zocken. Beides sind legitime Handlungen, bedienen jedoch keine Geschlechterrollen.

Einen Schritt in die richtige Richtung konnte bereits Michelle Obama als First Lady während der Präsidentschaft von Barack Obama leisten. Die Bevölkerung wurde bereits zu diesem Zeitpunkt sensibilisiert, dass Frauen gleiches wie Männer schaffen können, strategisch denken und trotz Herz und Empathie die richtigen Entscheidungen treffen können. Vielleicht gar nicht trotz Herz und Empathiefähigkeit, sondern gerade deshalb ist es Frauen möglich Leadership Rollen anzunehmen.

Anstatt Rollenklischees zu verurteilen, sollten diese wohl eher als Chance angesehen werden. Denn Männer und Frauen in Leadership Positionen können sich bestens ergänzen.

Ein Blick in die Zukunft: Mehr Toleranz, Gleichberechtigung und Offenheit

Mit Blick in die Zukunft ist zu hoffen, dass mehr Toleranz, Gleichberechtigung und Offenheit gegenüber allem Neuen in das Mindset der Bevölkerung eintritt und Vorurteile eben nur Vorurteile bleiben. Zudem bleibt abzuwarten inwiefern eine Frau als Vizepräsidentin zukünftig Wege und Türen öffnet, um eine Frau auch eines Tages als Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika willkommen zu heißen. Das ist jedoch nicht die Revolution auf die wir warten müssen. Die Revolution, die zum Umdenken bewegt, steht mit Kamala Harris bereits vor uns. Wie sie ihre Rolle gestalten, formen und umsetzen wird, bleibt abzuwarten. Wir erwarten aber Großes.