Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Zum 125. Jahrestag des Endes der Berliner Afrika-Konferenz erklärt Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik:
Die Aufteilung Afrikas vor 125 Jahren durch das deutsche Kaiserreich und die anderen damaligen Weltmächte war ein Akt der Unmenschlichkeit. Millionen Menschen kostete dies das Leben und führte zur Erniedrigung vieler Völker und deren Kulturen. Das begangene Unrecht und die schwersten Menschenrechtsverbrechen verlangen von uns eine umfassendere und kritische öffentliche Auseinandersetzung mit unserer Kolonialvergangenheit.
Dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte verpflichtet uns zu einer ernsthaften Aufarbeitung, Versöhnung und Wiedergutmachung mit den Menschen in Afrika. Sonst kann es keine vertrauensvolle Zusammenarbeit und keinen nachhaltigen Frieden sowie keine Entwicklung in Afrika geben.
Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag müssen deshalb viel mehr partnerschaftlichen Dialog und interkulturellen Austausch vor allem zwischen Jugendlichen fördern. Sie müssen sich aber auch zukunftsorientiert viel mehr für eine ehrliche Friedenspolitik, faire Entwicklungs-, Handels- und Migrationspolitik im Geiste der Millennium-Entwicklungsziele einsetzen.