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19. Dezember 2008

Simbabwe: Es ist fünf vor zwölf

Simbabwe: Es ist fünf nach zwölf

Zur aktuellen Situation in Simbabwe erklären Ute Koczy, Sprecherin für Entwicklungspolitik und Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik:

Es ist fünf nach zwölf. Die Menschen in Simbabwe tragen die fatalen Konsequenzen der menschenverachtenden Politik von Robert Mugabe. Wir fordern seinen sofortigen Rücktritt. Robert Mugabe hat sein Land ruiniert. Ihm muss endlich die internationale Unterstützung entzogen werden. Südafrika darf nicht weiter aus falsch verstandener Bruderliebe Mugabe stützen. Die Cholera-Epidemie breitet sich rasant aus und greift auf Nachbarländer wie Südafrika oder Botswana über. Millionen von Menschen sind zusätzlich vom Hungertod bedroht. Sie alle sind Geißel des Regimes Mugabe, das lieber die schutzlosen Menschen missbraucht als von der Macht zu lassen.

Die Afrikanische Union muss jetzt unverzüglich handeln. Sie muss die Blockade für schnellen und umfänglichen Zugang internationaler humanitärer Hilfe durchbrechen, wie auch die Blockade bei der lange überfälligen und vereinbarten Regierungsbildung zwischen der ZANU-PF und der Opposition.

Erst wenn diese Weichen gestellt sind, kann der umfängliche Aufbau des Landes mit internationaler Unterstützung vorangetrieben werden. Doch noch droht eine humanitäre Katastrophe, die nur mit massiven Gegenmaßnahmen beendet werden kann. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Hilfe zu vervielfachen und die notwendigen humanitären Maßnahmen wirksam umzusetzen.