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Am 18. September fand ein parlamentarischer Nachmittag der grünen Bundestagsfraktion zur "Die Lage der Frauen in der Demokratischen Republik Kongo" statt unter der Schirmherrschaft von Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik, in Zusammenarbeit mit der Frauenrechtsorganisation medica mondiale.
Kerstin Müller: "Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen aufhören."Denn trotz formeller Friedensabkommen und trotz internationaler Hilfen hat sich die Lage der Frauen und Mädchen insbesondere im Ostkongo in den letzten Monaten weiter dramatisch verschlechtert. Frauen und Mädchen werden vertrieben und sind Opfer systematischer sexualisierter Kriegsgewalt. Sie werden auf brutalste Weise vergewaltigt und auf diese Weise als Kriegswaffe missbraucht.
Die kongolesische Frauenrechtlerin Immaculee Birhaheka sprach angesichts der Dimension der Gewalt von einem "Femizid". Frauen würden mit dem Ziel eines Genozids vergewaltigt. Allein im ersten Halbjahr hätte es rund 27.000 dokumentierte Vergewaltigungen gegeben. Die Dunkelziffer sei jedoch kaum abschätzbar.
Kerstin Müller betonte, dass die Täter noch immer keine Folgen fürchten müssten, obwohl dies "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" seien.
Hier müsse die Politik aktiv werden, weil sonst die Opfer keine Stimme hätten.
Die Gründerin von medica mondiale Monika Hauser - Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises 2008 - verwies auf die Ursachen der Gewalt. Traumatisierte Kindersoldaten würden die Grausamkeiten, die ihnen widerfahren sind, als Erwachsene weitergeben, weil sie nicht aufgearbeitet würden. Sie fordert Frauenrechte zum Eckpfeiler der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik zu machen.
medica mondiale engagiert sich seit Jahren für Frauen weltweit.Die Bundestagsfraktion verfolgt das Thema weiter. Hierzu haben wir den Antrag "Sexuelle Gewalt gegenüber Frauen in der Demokratischen Republik Kongo unverzüglich wirksam bekämpfen" bereits in den Deutschen Bundestag eingebracht.