
Datum: 7. April 2008
Zur Forderung von Simbabwes Regierungspartei (ZANU-PF) die Wählerstimmen neu auszuzählen erklärt Kerstin Müller, außenpolitische Sprecherin:
Es ist ein Skandal, dass eine Woche nach der Präsidentschaftswahl in Simbabwe die Ergebnisse durch die Wahlkommission immer noch nicht offiziell bekanntgegeben wurden. Aber der Grund hierfür ist klar: Robert Mugabe hat die Mehrheit im Parlament verloren und liegt selbst nach Hochrechnungen seiner eigenen Partei bei den Präsidentschaftswahlen hinter dem Oppositionsführer Morgan Tsvangirai.
Die von Mugabe nun beantragte Neuauszählung der Stimmen soll offensichtlich dazu genutzt werden, das Wahlergebnis endgültig zu seinen Gunsten zu verfälschen.
Wir fordern Mugabe auf, seine Niederlage einzugestehen und unverzüglich zuzulassen, dass das Wahlergebnis bekanntgegeben wird. Die Menschen im Land haben für einen Wechsel gestimmt. Mugabe muss endlich den Weg hierfür freimachen und zurücktreten.
Die internationale Gemeinschaft und insbesondere Südafrika müssen ihren Einfluss auf Mugabe nutzen und auf die sofortige Bekanntgabe der Wahlergebnisse dringen.