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Zur Wahl des Vorstandes und der gestrigen außerordentlich Mitgliederversammlung des Deutschen Komitees für UNICEF erklären Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender, und Kerstin Müller, außenpolitische Sprecherin und bestelltes Mitglied der Fraktion im Komitee:
Mit der Wahl des neuen Vorstandes von Unicef Deutschland ist ein wichtiger Neuanfang gelungen.
Er signalisiert mit ausschließlich neuen Mitgliedern den klaren Willen der Versammlung nach einer personellen Erneuerung.
Um das verlorene Vertrauen der Spenderinnen und Spender wieder zurückzugewinnen, müssen nun auch zügig die inhaltlichen Reformen angepackt werden. Dazu zählt zum einen absolute Transparenz im Finanzgebaren, etwa bei der Vergabe von Verträgen, sowie eine transparente und klarere Rollenteilung der Aufgaben von Geschäftsführung und Vorstand, der künftig nicht mehr als Mitglied dem Vorstand angehören sollte.
Zum anderen muss der neue Vorstand zügig die Leitbilddebatte vorbereiten. Es muss u.a. geklärt werden, inwieweit Unicef als Hilfsorganisation, deren Hauptstütze die ehrenamtlichen Helfer sind, auch professionell Spenden akquirieren darf und soll. Ziel muss es sein, mit den Reformen schnell das DZI Spendensiegel zurückzuerlangen.
Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern muss es gelingen, verlorenes Vertrauen in der Öffentlichkeit zurück zu gewinnen und sich wieder der eigentlichen Aufgabe von Unicef, der Hilfe von Kindern in aller Welt zu widmen.
Wir wünschen dem Vorsitzenden Dr. Jürgen Heraeus und dem übrigen Vorstand gutes Gelingen bei den schwierigen Aufgaben.