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Bei einem fraktionsoffenen Abend am 29. November lud die grüne Bundestagsfraktion europäische NGOs ein, um über gemeinsame Strategien zum Stopp des schleichenden Völkermords in Darfur zu beraten.

Auf dem Podium waren sich Kerstin Müller und Jürgen Trittin mit Marina Peter (Sudan Focal Point Europe), Lotte Leicht (European Director Human Rights Watch) und Brendan Cox (Crisis Action, London) einig: Wir brauchen schnellstmöglich eine effektive internationale Schutztruppe und einen gleichzeitigen Neuanlauf für einen politischen Friedensprozess. Die Bundesregierung muss sich hierfür endlich viel stärker engagieren und die öffentliche Diskussion darf nicht auf eine eventuelle Bundeswehrbeteiligung beschränkt bleiben.
Nach dem Versagen in Ruanda ist Darfur der Testfall für die Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft, wenn es darum geht, Völkermord zu verhindern. Ein Thesenpapier von Kerstin Müller verdeutlicht Hintergründe und Ausmaß des Darfur-Konflikts.