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PRESSEMITTEILUNG
NR. 0820 der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Zu Meldungen über die Ausbreitung der Lungenpest im Osten des Kongo erklären Jürgen Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Kerstin Müller, außenpolitische Sprecherin:
Noch kann die Lungenpest in der geplagten kongolesischen Provinz Ituri eingedämmt werden. Aber schnelle Hilfe ist notwendig. Weder die Weltgesundheitsorganisation WHO noch der kongolesische Staat können ohne sofortige Unterstützung damit fertig werden. Die verdienstvolle Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat vor Ort nur begrenzte Kapazitäten. Es geht um ganz praktische Maßnahmen: die Lieferung von Antibiotika etwa oder zusätzliches medizinisches Personal.
Die Bundesregierung ist aufgefordert, humanitäre Soforthilfe zu leisten. Dies dient nicht nur den Menschen im Ausbreitungsgebiet der Krankheit, also im Osten des Kongo. Sondern es stärkt zugleich das Vertrauen in die internationale Unterstützung bei den Wahlen im Kongo und dem Friedensprozess insgesamt durch Truppen der UN und der EU.